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SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

FDP-Chef Christian Lindner.

(Foto: AFP (M))

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Der Tag kompakt

Warum die FDP die Jamaika-Verhandlungen platzen ließ. Christian Lindner beendet die Jamaika-Sondierungen. Stecken dahinter inhaltliche Bedenken? Angst vor dem Regieren? Oder Taktik? Vier Erklärungsansätze hat Hannah Beitzer aufgeschrieben. FDP-Vize Wolfgang Kubicki verteidigt die Entscheidung seiner Partei. "Das wäre eine grausame Veranstaltung geworden", sagt er im Interview mit Mike Szymanski.

Bundespräsident fordert die Parteien zu Regierungsbildung auf. Steinmeier erinnert die Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen an ihre Verantwortung. Diese könne nicht einfach an die Wähler zurückgegeben werden. Damit erteilt der Bundespräsident Neuwahlen zunächst eine Absage. Mehr dazu

SPD will Neuwahlen und keine große Koalition. Die Sozialdemokraten schließen nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen eine erneute große Koalition mit der Union aus. CDU, CSU, FDP und Grüne hätten die Bundesrepublik in eine schwierige Situation manövriert, kritisiert Parteichef Martin Schulz. Mehr dazu

Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für Anton Schlecker. Die Anklage sieht es als erwiesen an, dass der Unternehmensgründer schon lange vor dem Insolvenzantrag von der nicht mehr abzuwendenden Pleite wusste. Für Schleckers Kinder fordert die Staatsanwaltschaft ebenfalls Haftstrafen, berichtet Stefan Mayr.

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Deutschland braucht jetzt eine große Koalition. Dass die FDP die Jamaika-Sondierung platzen lässt, ist verantwortungslos. Der Riss, der durch das Land geht, muss nun doch mit einer großen Koalition überbrückt werden. Kommentar von Heribert Prantl

Schockstarre in Berlin. FDP-Chef Lindner hinterlässt enttäuschte Verhandler, als er die Jamaika-Sondierung für beendet erklärt. Doch einige scheinen darüber gar nicht so unglücklich. Von Constanze von Bullion

Oury Jalloh wurde wahrscheinlich getötet. Der Asylbewerber, der 2005 in seiner Zelle verbrannte, kann das Feuer nicht selbst gelegt haben - das geht aus Ermittlungsakten hervor. Die Staatsanwaltschaft Halle widerspricht dieser Darstellung. Zum Text

SZ-Leser diskutieren

Gescheiterte Jamaika-Sondierung: Wie finden Sie die Entscheidung der FDP? Nicht gut, schreibt Tilman, weil "eine stabile Regierung wichtiger ist, als die Prinzipien einer (kleineren) Partei". Ähnlich sieht Clemens darin ein Wählerfischen am rechten Rand, die Partei stehle sich damit aus der Verantwortung. Michael.koeck hingegen begrüßt die Entwicklung, "weil Kompromisse mit viel Geld der Bürger erkauft würden und kein einziges Problem zufriedenstellend gelöst worden wäre". Stimmen Sie ab.

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