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SZ Espresso vom 22. September 2016:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de besonders interessiert hat.

Der Tag kompakt

Umweltschützer werfen Fernseh-Herstellern Manipulation vor. Geräte von LG und Samsung sollen ihren Energieverbrauch automatisch niedriger angezeigt haben, sobald ein Testvideo darauf abgespielt wurde. Das legt eine Untersuchung der US-Umweltschutzorganisation NRDC nahe, die die Süddeutsche Zeitung vorab einsehen konnte. Alle wichtigen Details von Stephan Radomsky

EXKLUSIV Bundestagsausschuss will Carsten Maschmeyer anhören. Der umstrittene Investor soll dem Ausschuss berichten, wie Banken und Kapitalanlagefonds nach Erkenntnissen von Steuerfahndern den deutschen Fiskus um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben. Der Unternehmer, der derzeit in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen" auftritt, soll ebenfalls in solche Papiere investiert haben. Zur Analyse von Klaus Ott

Alternativer Nobelpreis für syrische "Weißhelme". Die Hilfsorganisation, die sich selbst "Syrischer Zivilschutz" nennt, rettet Menschen aus Trümmern, löscht Brände und versorgt Verletzte. Dafür hat sie den Right Livelihood Award erhalten. Außerdem ausgezeichnet wurden die regierungskritische türkische Zeitung Cumhuriyet, die russische Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina und die ägyptische Feministin Mozn Hassan. Mehr über die Auszeichnung von Silke Bigalke

Krawallmacher im Stadion haften für Verbandsstrafen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Wer sich als Zuschauer bei Fußballspielen danebenbenimmt, muss für sich selbst haften. Vereine können nun Bußgelder auf Einzeltäter umlegen. Geklagt hatte der Erstligist 1. FC Köln, der Zehntausende Euro zahlen musste, weil ein Fan 2014 im Stadion einen Knallkörper gezündet hatte. Zur Meldung

Claus-Brunner verschickte Geständnis seiner Tat. Vor seinem Tod hat der Piraten-Politiker ein Paket verschickt, das an seinen früheren Lebensgefährten adressiert war. Darin lag ein Brief, in dem er nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Tötung des 29-jährigen Jan L. einräumt. Mehr dazu

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

"Hooligans gegen Satzbau". Facebook wollte die Netzaktivisten-Gruppe als Kämpfer gegen Hasskommentare in dem sozialen Netzwerk auszeichnen - diese nutzten die Verleihung aber nicht zum Dankesagen. Interview mit einer Aktivistin von Quentin Lichtblau

Politiker nutzen Bahamas als Steueroase. Zahlreiche Geschäftsleute und Funktionäre haben Briefkastenfirmen auf dem Inselstaat. Auch eine ehemalige EU-Kommissarin verschwieg Verbindungen in das Steuerparadies. Von Frederik Obermaier, Bastian Obermayer und Vanessa Wormer

Japan hat keine Lust auf Sex. Immer weniger junge Japanerinnen und Japaner leben in einer Beziehung. Den meisten ist das ohnehin zu kompliziert: Der japanische Datingmarkt hat seine eigenen Regeln. Von Christoph Neidhart

SZ-Leser diskutieren

Steueroasen: Brauchen wir ein weltweites Transparenz-Register? Für Merkwuerden911 liegt die Antwort auf der Hand: "Angesichts der Tatsache, dass allein in Deutschland mehr als 100 Milliarden und weltweit fast 3 Billionen Steuern hinterzogen werden, gibt es doch nur eine Antwort, nämlich JA! Aber wie immer wissen wir seit langem, dass das, was wir brauchen und das, was unsere Lobby-gesteuerte Politik macht, zwei völlig verschiedene Dinge sind." Andre Bent sieht das genauso: "Ich frage mich, wie das gehen soll, wenn selbst unser Finanzminister Schäuble auf Bundesebene Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung verhindert, Informanten ignoriert und EU-Bestrebungen blockiert." Diskutieren Sie mit uns.