Syrien USA räumen Tod von Kindern bei Luftangriff ein

Dem Pentagon zufolge sollen bei einem Luftschlag der US-Armee gegen eine Islamisten-Miliz in Syrien Kinder ums Leben gekommen sein. Es ist das erste Mal, dass die USA seit Beginn der Luftoffensive zivile Opfer zugeben.

Das US-Militär hat eingeräumt, dass bei US-Luftangriffen in Syrien wahrscheinlich zwei Kinder ums Leben gekommen sind. Es ist das erste Mal, dass die USA zivile Todesopfer bei den im August begonnenen Luftschlägen bestätigen. "Wir bedauern den ungewollten Verlust von Menschenleben", sagte am Donnerstag US-Generalleutnant James Terry.

Einem Bericht des Militärs zufolge sollen die Kinder Anfang November bei einem Angriff auf eine Sprengstoff-Fabrik der Islamisten-Gruppe "Khorasan" nahe der nordwestsyrischen Stadt Harim getötet worden sein. Bei der Bombardierung sei das Ziel genau getroffen worden, hieß es. Dies habe aber Sekundärexplosionen ausgelöst. Der Bericht wurde in zensierter Form verbreitet.

Die USA hatten Anfang August 2014 mit Luftangriffen gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Auch andere Islamisten-Gruppen wie die mit der al-Qaida verbündete Organisation Khorasan werden dabei ins Visier genommen.

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