SyrienIslamischer Staat tötet drei US-Amerikaner

Lesezeit: 2 Min.

Ein US-Soldat patrouilliert im Herbst 2024 in der Nähe eines Ölfeldes im Nordosten Syriens. Laut Pentagon sind zurzeit etwa 1000 US-Streitkräfte in dem Land stationiert.
Ein US-Soldat patrouilliert im Herbst 2024 in der Nähe eines Ölfeldes im Nordosten Syriens. Laut Pentagon sind zurzeit etwa 1000 US-Streitkräfte in dem Land stationiert. DELIL SOULEIMAN/AFP
  • Der Islamische Staat tötet bei einem Angriff in Palmyra drei US-Amerikaner und verletzt drei weitere Soldaten.
  • US-Präsident Trump kündigt harte Vergeltungsmaßnahmen gegen den IS an und macht Syriens Übergangspräsidenten al-Scharaa keine Vorwürfe.
  • Etwa 1000 US-Soldaten sind derzeit in Syrien stationiert, um den Kampf gegen den IS zu unterstützen.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

US-Präsident Donald Trump kündigt Vergeltung gegen die Terrormiliz an. Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa macht er keine Vorwürfe.

US-Präsident Donald Trump hat der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach dem Tod von drei Amerikanern in Syrien Vergeltung geschworen. „Wir werden zurückschlagen“, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten nach Maßnahmen gegen den IS. Es werde sehr harte Vergeltungsmaßnahmen geben, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Bei dem Angriff wurden Angaben des Pentagon zufolge zwei Soldaten und ein US-Dolmetscher getötet. Zudem seien drei Soldaten verletzt worden, denen es aber dem Präsidenten zufolge gut gehe. Trump machte klar, dass er den seit etwa einem Jahr herrschenden Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa nicht verantwortlich mache. „Das war ein IS-Angriff gegen die USA und Syrien“, schrieb Trump. Dieser habe sich „in einem sehr gefährlichen Teil Syriens“ ereignet, den der Präsident nicht kontrolliere.

Das Pentagon geht von einem Einzeltäter aus

Auch wenn Washington keine öffentlichen Vorwürfe erhebt, so ist der Vorfall ein Rückschlag für al-Scharaas Ziel, Syrien nach jahrzehntelanger, brutaler Herrschaft der Assad-Familie zu stabilisieren. In der New York Times spricht der Analyst Bassam Barabandi von einem „außergewöhnlich schwierigen Moment“ für al-Scharaa.

Die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Centcom) sprach von einem Einzeltäter. Al-Scharaa sei über diesen Angriff äußerst verärgert und beunruhigt, so Trump. Er hatte den Übergangspräsidenten erst im November im Weißen Haus empfangen und erklärt: „Wir wollen, dass Syrien ein sehr erfolgreiches Land wird. Und ich glaube, dieser Anführer kann das schaffen.“

Das Pentagon hatte mitgeteilt, der Angriff sei in der antiken Stadt Palmyra erfolgt. Die Mission der Soldaten habe darin bestanden, laufende Operationen gegen den IS und den Terrorismus zu unterstützen.

Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana hatte berichtet, bei dem Angriff seien auch zwei Angehörige der syrischen Streitkräfte verletzt worden, der Angreifer sei getötet worden. US-Hubschrauber flogen die Verwundeten zu einer Militärbasis nahe der syrischen Grenze zu Jordanien und zum Irak, meldete Sana weiter.

Wie es im Pentagon hieß, sind zurzeit etwa 1000 US-Soldaten in Syrien stationiert. Im Frühjahr hatte Washington eine Halbierung seiner militärischen Präsenz in Syrien angekündigt, was mit Erfolgen im Kampf gegen den IS begründet wurde.

Die USA führen in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz an. Der Einsatz begann, nachdem der IS 2014 große Gebiete in beiden Ländern überrannt hatte. Der IS gilt als militärisch besiegt, aber sowohl in Syrien als auch im Irak sind weiter Kämpfer aktiv, die Anschläge verüben.

© SZ/dpa/mati - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Syrien
:Frei nach 43 Jahren

Syriens Regime hatte keinen Menschen so lange eingekerkert wie den Kampfpiloten Raghid al-Tatari. Ein Jahr an der Seite eines Helden, der endlich wieder leben und lieben darf – und zurückkehrt in ein Land, das sich gerade findet.

SZ PlusVon Bernd Dörries (Text) und Mohammed Nammoor (Fotos)

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: