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Krieg in Syrien:EU fordert Ende der Kämpfe um Provinz Idlib

Konflikt in Syrien

Von der Türkei unterstützte Rebellenkämpfer in Idlib feuern eine Haubitze ab.

(Foto: dpa)

Alle Konfliktparteien müssten sich auf eine Waffenruhe einigen und Helfern den Zugang zu allen Notleidenden ermöglichen, fordert die EU in einer Erklärung.

Die Europäische Union fordert ein sofortiges Ende der syrischen Militäroffensive auf letzte Rebellenhochburgen in der Provinz Idlib. Alle Konfliktparteien müssten sich auf eine anhaltende Feuerpause einigen und "ungehinderten humanitären Zugang zu allen Notleidenden" ermöglichen, erklärte die Staatengemeinschaft beim EU-Gipfel in Brüssel am frühen Freitagmorgen. Die EU sei bereit, die Hilfe für die bedürftigsten Zivilisten in Idlib zu verstärken.

Durch die Kampfhandlungen sind fast eine Million Menschen in der Region vertrieben worden. Syriens Präsident Baschar al-Assad verfolgt mit der Offensive das Ziel, verbliebene Hochburgen der Opposition zurückzuerobern. Der Konflikt verschärft auch die Spannungen zwischen der Türkei und Russland: Ankara unterstützt Rebellenkämpfer im syrischen Bürgerkrieg, während Moskau an der Seite Assads kämpft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron telefonierten am Donnerstag mit Kremlchef Wladimir Putin. Dabei legten sie Putin sofortige Gespräche mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan nahe, um die Spannungen abzubauen.

© SZ.de/AP/mxm/bix
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