Er empfing in seinem Hauptquartier, einem Containerlager bei Hasaka, nordöstliches Syrien. Ein Abend im Februar vor einem Jahr, da war Mazlum Abdi, der Kommandeur der SDF, der Demokratischen Kräfte Syriens, kurz davor, ein Abkommen zu schließen. Mit der neuen syrischen Führung in Damaskus. Ein Frieden sollte entstehen, nach Jahren des Krieges. Zwischen den SDF, der kurdisch geführten Miliz, die ein Drittel Syriens beherrschte, und den Rebellen, die im Rest des Landes das Assad-Regime gestürzt hatten. Zwischen Mazlum Abdi und Ahmed al-Scharaa, dem syrischen Übergangspräsidenten.
Krieg in SyrienDer Kämpfer, der für die syrischen Kurden spricht
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Mazlum Abdi hat bei der PKK und von den USA gelernt, heute kommandiert er eine bedrängte Miliz. Über einen, der weiß, wie es ist, Widersprüche auszuhalten, die kaum zu ertragen sind.
Von Raphael Geiger
