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Syrien:Bis zu 60 000 Menschen sind nach Luftangriffen auf der Flucht

Syrische Frauen und Kinder drängen sich in einen Wagen, mit dem sie vor den Bomben flüchten.

(Foto: AFP)

Vor allem in der syrischen Provinz Idlib wurden in den vergangenen Wochen Zehntausende vertrieben. Innerhalb eines Tages soll es mehr als 400 Bombardierungen gegeben haben.

Im Norden Syriens sind nach UN-Angaben bis zu 60 000 Menschen durch neue Angriffe in den vergangenen Wochen vertrieben worden. Die Menschen seien vor allem in der Provinz Idlib auf der Flucht, sagte eine Sprecherin des UN-Nothilfebüros (Ocha). Seit Anfang Dezember haben Syrien und Russland ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib massiv verstärkt.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass es binnen 24 Stunden mehr als 400 Luftangriffe im Süden und Osten der Provinz gegeben habe. Nach Angaben von Aktivisten seien mehr als 100 Menschen in der vergangenen Woche getötet worden.

Ende April hatte die syrische Regierung mit Unterstützung Russlands eine große Offensive auf die verbliebenen Rebellengebiete in den Provinzen Hama und Idlib im Nordwesten Syriens gestartet. Bereits dadurch wurden nach UN-Angaben mehr als 400 000 Menschen vertrieben.

© SZ.de/dpa/aner

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