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Islamischer Staat:Die verlorenen Kinder

Mehr als 100 Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit leben in Gefangenencamps in Kurdistan - wie hier im Lager al-Hol.

(Foto: Delil Souleiman/AFP)

Die zehnjährige Aaliya lebt seit Jahren in einem Gefangenenlager in Kurdistan, weil ihre Mutter als IS-Anhängerin interniert wurde. Wie ihr Vater darum kämpft, sie nach Hamburg zurückzuholen.

Von Moritz Baumstieger

In schwachen Momenten, erzählt Danisch Farooqi, suche er im Netz nach Videos, von denen er sich neuen Mut erhofft. Meistens setzen ihm die Szenen aber eher zu, wenn er "Wiedersehen Vater + Tochter" bei Youtube eingibt. Vom Schicksal Getrennte fallen sich mal um den Hals, mal nähern sie sich einander vorsichtig. Aber, immerhin: Sie haben sich. Käme seine eigene Tochter mit ausgebreiteten Armen auf ihn zugerannt, könnte er sie endlich am Flughafen abholen? Darüber macht sich Farooqi keine Illusionen: "Dafür ist zu viel Zeit vergangen, zu viel passiert." Der Hamburger Sozialökonom fragt sich mittlerweile eher, ob Aaliya überhaupt mit ihm sprechen würde.

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