Syrien Hoffnung auf Waffenruhe

Russland hat eigenen Angaben zufolge mit der Türkei eine Waffenruhe um die syrische Rebellenhochburg Idlib erreicht, seine Luftangriffe dort aber gleichzeitig fortgesetzt. Die Einigung zwischen den Truppen von Präsident Baschar al-Assad und den Rebellen sei auf russische Initiative hin erfolgt, teilte Generalmajor Viktor Kubtschischin russischen Agenturen zufolge in Moskau mit. Nur Stunden nach dieser Verkündung flog das russische Militär nach eigenen Angaben vier Luftangriffe. Aktivisten zufolge wurden durch syrische Luftangriffe mindestens vier Menschen getötet. Die türkische Regierung bestätigte das angebliche Abkommen zunächst nicht. Ein "vollständiger Waffenstillstand" sei nicht gewährleistet, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu der Nachrichtenagentur Anadolu. Es gebe aber "seriöse und ehrliche Bestrebungen" in diese Richtung. Die Provinz Idlib und Teile der Provinz Hama sind die letzten Gebiete, die noch von Aufständischen kontrolliert werden. Russland als Alliierter der syrischen Regierung sowie die Türkei als Verbündeter der Opposition hatten die Region zur "Deeskalationszone" erklärt.