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Syrien:Eine halbe Million Flüchtlinge

Durch eine Militäroffensive im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben mehr als eine halbe Million Menschen in den vergangenen Wochen in die Flucht getrieben worden. Hintergrund ist ein Vormarsch der Streitkräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der von Rebellen gehaltenen Provinz Idlib. "Seit dem 1. Dezember sind rund 520 000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben worden", teilte der Sprecher des UN-Nothilfebüros, David Swanson, am Dienstag mit. 80 Prozent der Geflüchteten seien Frauen und Kinder. Russland reagierte besorgt.

Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien das letzte große Rebellengebiet. Kontrolliert wird das Gebiet von einer Miliz, die dem Terrornetzwerk Al-Qaida nahe steht.

© SZ vom 05.02.2020 / dpa