SyrienDamaskus und Kurden beschließen Waffenstillstand

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Die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und die Übergangsregierung in Syrien haben ein umfassendes Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Beide Seiten bestätigten, dass darin ein Fahrplan zur vollständigen Eingliederung der SDF in den syrischen Staat festgelegt wurde.  In den vergangenen Wochen gab es Gefechte zwischen Truppen der Übergangsregierung und den SDF im Norden und Nordosten; das umkämpfte Gebiet stand bisher unter kurdischer Selbstverwaltung. Nach dem Sturz der Assad-Regierung will die neue Führung in Damaskus unter Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa alle Gebiete des vom Bürgerkrieg zersplitterten Landes unter staatliche Kontrolle bringen.
Ein Abkommen zur Integration der kurdisch verwalteten Gebiete besteht bereits seit März 2025. Beide Seiten konnten sich jedoch nicht auf konkrete Schritte zur Umsetzung einigen. Die Kurden befürchteten vor allem einen Verlust ihrer politischen Macht und autonomer Rechte. Nachdem Verhandlungen zu dem März-Abkommen keine Erfolge gezeigt hatten, rückten schließlich Anfang des Jahres Truppen der von sunnitischen Islamisten angeführten Regierung in die kurdischen Gebiete vor. Seit einigen Tagen herrscht Waffenruhe. Diese ebnete den Weg für erneute Verhandlungen. Kern des neuen Abkommens ist ein schrittweiser Integrationsprozess auf militärischer und administrativer Ebene, hieß es von den SDF. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von der Übereinkunft. Darin heißt es, alle Kampfhandlungen würden eingestellt. Es seien konkrete Schritte zur Eingliederung festgelegt worden. Die Integration kurdischer Streitkräfte in die syrische Armee war lange ein Streitpunkt zwischen beiden Seiten und ein Schlüsselfaktor für die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen. Dieser Punkt und andere strittige Faktoren wurden laut Sana und den SDF gelöst. SDF-Kämpfer sollen demnach nun individuell in Armee und Polizei eingegliedert werden. Die SDF wollten bisher als einheitlicher Block integriert werden.

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