Syrische Ärzte in Deutschland„Jetzt fühle ich mich wieder wie ein Fremdkörper“

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Mohammad Kahf, 58, Hausarzt in Baden-Württemberg, baut in Syrien ein medizinisches Versorgungszentrum auf, obwohl er das Land im Alter von 10 Jahren verlassen hat.
Mohammad Kahf, 58, Hausarzt in Baden-Württemberg, baut in Syrien ein medizinisches Versorgungszentrum auf, obwohl er das Land im Alter von 10 Jahren verlassen hat. Mohammad Kahf/privat

Etwa 7000 Ärztinnen und Ärzte aus Syrien arbeiten in Deutschland. Bisher dachten sie, dass sie hier einen wertvollen Beitrag leisten, doch dann sprach der Bundeskanzler von 80 Prozent, die zurückkehren sollten.

Von Karin Janker, München

Für Fadi Halil gäbe es einen Grund, nach Syrien zurückzukehren: falls die AfD Wahlen gewinnt. „Wenn die AfD hier die Regierungsbildung übernähme und sich die Lage in Deutschland verschlechtern würde, wäre ich weg“, sagt er. Halil wohnte bis vor ein paar Wochen in Magdeburg und sieht mit Sorge der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September entgegen. Er fürchtet dann um seine Sicherheit in dem Land, in dem er vor zwölf Jahren eine neue Heimat und eine Zukunftsperspektive gefunden hat. Halil ist einer von etwa 7000 syrischen Ärzten, die in Deutschland arbeiten.

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