Nach dem AttentatAustraliens Premier muss Misstrauen lernen

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Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Sydney. Premierminister Anthony Albanese besuchte statt Trauerfeiern Überlebende im Krankenhaus.
Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Sydney. Premierminister Anthony Albanese besuchte statt Trauerfeiern Überlebende im Krankenhaus. David Gray/AFP

Anthony Albanese glaubt an die Vorzüge der Vielfaltsgesellschaft – nun heißt es, er habe den Antisemitismus im Land unterschätzt. Das ist ungerecht, trotzdem braucht er nach der Terrortat von Sydney ein paar gute Ideen.

Von Thomas Hahn, Tokio

Am Mittwoch waren die ersten Beerdigungen nach dem islamistischen Terroranschlag auf die jüdische Lichterfest-Veranstaltung „Chanukah by the Sea“ am Bondi Beach in Sydney, bei der 15 Feiernde erschossen wurden. Hunderte Menschen kamen zunächst zur Trauerfeier für den bekannten Rabbi Eli Schlanger, 41, den Mitveranstalter des Festes. Auch einige prominente Politiker waren darunter, zum Beispiel Chris Minns, der sozialdemokratische Premierminister von New South Wales, oder Sussan Ley, die konservative Oppositionsführerin in Australiens Nationalparlament. Premierminister Anthony Albanese fehlte. Prompt schimpfte Sussan Ley in seine Richtung: „Sie hätten da sein sollen.“ Andere sahen das wohl anders. „Das Blut dieser Leute klebt an seinen Händen“, sagte ein Trauergast dem Sender 7 News, „Premierminister Albanese, Labor-Regierung – warum haben Sie nicht auf die Warnungen der jüdischen Gemeinde gehört?“

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SZ PlusVon Michelle Ostwald

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