SüdkoreaVom wilden Populisten zum vernünftigen Präsidenten

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Der neu gewählte Präsident Lee Jae-myung legt in der Nationalversammlung seinen Amtseid ab.
Der neu gewählte Präsident Lee Jae-myung legt in der Nationalversammlung seinen Amtseid ab.
Anthony Wallace/Pool AFP/AP/dpa

Der Liberale Lee Jae-myung gewinnt die Wahlen mit deutlichem Vorsprung. In seiner Vereidigungsrede schlug der früher forsche Redner nun versöhnliche Töne an.

Von Thomas Hahn

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Zur Belohnung für seinen Triumph durfte sich Südkoreas neuer Präsident Lee Jae-myung am Mittwoch gleich in die Arbeit stürzen. Früh am Morgen erklärte die Wahlkommission den Sieg des 61-Jährigen bei der Wahl vom Dienstag für amtlich: 49,42 zu 41,51 Prozent gegen den konservativen Kandidaten Kim Moon-soo, bei einer hohen Wahlbeteiligung von 79,38 Prozent – eine klare Sache. Trotzdem hatte Lee Jae-myung keine Zeit zum Feiern. Stattdessen telefonierte er noch von zu Hause aus mit dem Generalstabschef der Armee. Danach: Besuch des Nationalfriedhofs in Seoul. Vereidigung bei einer schlanken Zeremonie im Parlament. Abfahrt zum Präsidialamt, um dort mit dem Regieren zu beginnen.

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