Regierungskrise in Südkorea Parlament entmachtet Präsidentin Park

Südkoreas Präsidentin Park Geun-Hye erklärt sich bei einer dringlich einberufenen Kabinettssitzung zu ihrer Amtsenthebung.

(Foto: AFP)
  • Südkoreas Parlament hat dafür gestimmt, die unter Korruptionsverdacht stehende Präsidentin Park Geun-hye aus dem Amt zu entheben.
  • Park entschuldigte sich in einer Ansprache teilweise.
  • Die Verantwortung für die Krise des Landes scheint sie nicht übernehmen zu wollen.
  • Es ist möglich, dass die Richter Parks Amtsenthebung nicht bestätigen.
  • Im schlimmsten Fall könnte es dann zu einer Verfassungskrise kommen, falls die Opposition Premier Hwang Kyo-ahn nicht als Übergangspräsidenten anerkennt.
Von Christoph Neidhart, Tokio

Das südkoreanische Parlament hat die Absetzung von Präsidentin Park Geun-hye überraschend deutlich mit 234 gegen 52 Stimmen auf den Weg gebracht. Selbst die Mehrheit der Abgeordneten von Saenuri, ihrer eigenen Partei, stimmte gegen sie. Die Amtsenthebung muss nun vom neunköpfigen Verfassungsgericht bestätigt werden. Es hat dazu 180 Tage Zeit. Derweil soll Premier Hwang Kyo-ahn die Aufgaben der Präsidentin kommissarisch übernehmen.

In einer kurzen Ansprache vor dem Kabinett akzeptierte die Präsidentin den Entscheid "schweren Herzens", wie sie sagte. Sie entschuldigte sich ...