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Südkorea:Neuer Prozess

Ein Banner in Seoul zeigt die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye.

(Foto: Lee Jin-man/AP)

Ein Jahr nach der Verurteilung der früheren Präsidentin Park Geun-hye zu 25 Jahren Haft soll der Fall neu verhandelt werden. Park war während ihrer Regierungszeit in einen Korruptionsskandal verwickelt. Die konservative Politikerin blieb in Haft.

Ein Jahr nach der Verurteilung der früheren südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye zu 25 Jahren Haft in einem Korruptionsskandal soll der Fall neu verhandelt werden. Das Oberste Gericht in Seoul hob am Donnerstag das Urteil der Berufungsinstanz in großen Teilen wegen Verfahrensfehlern auf und verwies den Fall zurück. Die Gerichte müssten sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen einen amtierenden oder früheren Staatschef getrennt von anderen Anklagepunkten befassen, hieß es. Die 67-jährige konservative Politikerin blieb aber in Haft. Auch der Erbe des Samsung-Firmenimperiums, Lee Jae-yong, sowie eine ehemals einflussreiche Freundin von Park müssen Anordnungen des Obersten Gerichts zufolge wieder zurück auf die Anklagebank. Beide waren im Zusammenhang mit der Affäre ebenfalls verurteilt worden. Park war infolge des Skandals im März 2017 ihres Amts enthoben worden.