Südkorea:Ein Versöhner ist er nicht

Südkorea: Lee Jae-myung, hier auf einer Archivaufnahme vom April vergangenen Jahres.

Lee Jae-myung, hier auf einer Archivaufnahme vom April vergangenen Jahres.

(Foto: JUNG YEON-JE/AFP)

Oppositionsführer Lee Jae-myung erholt sich vom Attentat - und es ist durchaus bemerkenswert, dass der Präsident ihm rasche Genesung wünscht. Am politischen Klima in dem Land hat Lee seinen Anteil.

Von Thomas Hahn

Nach dem Attentat auf Lee Jae-myung herrschte auf einmal Frieden in Südkoreas Politik. Freunde und Gegner des Oppositionsführers waren sich ungewohnt einig: Gewalt zerstöre die Demokratie, die Messerattacke auf den Chef der Demokratischen Partei (DP) am Dienstag in Busan durch einen 67-jährigen Mann mit blauer Papierkrone auf dem Kopf hätte nicht passieren dürfen. Bei einem Neujahrsempfang am Mittwoch entbot auch Präsident Yoon Suk-yeol seine Genesungswünsche, während Lee sich auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses in Seoul von der zweistündigen Operation an seiner Halsvene erholte.

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