Organisiertes VerbrechenSüdafrika schickt die Armee in die Townships

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Ein Ambulanzwagen beim Einsatz in Philippi, Kapstadt. Immer wieder kommt es hier zu schweren Gewalttaten, wie auch in anderen Townships Südafrikas.
Ein Ambulanzwagen beim Einsatz in Philippi, Kapstadt. Immer wieder kommt es hier zu schweren Gewalttaten, wie auch in anderen Townships Südafrikas. Marco Longari/AFP

Bandenkriege erschüttern Kapstadt und andere Orte in Südafrika, die Polizei wirkt hilflos. Nun mobilisiert der Präsident Soldaten. Ist das eine gute Idee?

Von Paul Munzinger, Kapstadt

Am 17. Januar 2026, einem Samstag, stürmten kurz nach Mitternacht drei bewaffnete Männer eine Straßenkneipe in Philippi, einem Vorort von Kapstadt, und eröffneten das Feuer. Sechs Menschen waren auf der Stelle tot, ein siebter starb im Krankenwagen, zwei weitere im Krankenhaus. Die südafrikanische Polizei teilte später mit, sie gehe von einem Fall von Schutzgelderpressung aus, der sich die Betreiberin der Kneipe offenbar verweigert hatte. Die 43-Jährige ist eines der neun Todesopfer. Einen der mutmaßlichen Täter nahm die Polizei wenig später fest, einen 19-jährigen Mann.

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