Prozess in Stuttgart Schluss mit dem Gelaber 

Dreißig Mal soll der V-Mann in Kreise der organisierten Kriminalität eingeschleust worden sein, immer ausgestattet mit falschem Namen, falschen Papieren.

(Foto: SZ-Illustration: Stefan Dimitrov)

Ein Deutsch-Iraker soll einen Anschlag in Karlsruhe geplant haben. Das sagt ein V-Mann. Die Frage ist nun: Wollte der ihn zu der Tat provozieren?

Von Georg Mascolo und Ronen Steinke

Keine Augen, keine Nase, kein Mund. Dort, wo ein Gesicht sein müsste, sieht man nur verschwommene Umrisse. Ein Phantom tritt auf im Saal 2 des Oberlandesgerichts Stuttgart, hier tagt der Staatsschutzsenat. Zum verschwommenen Bild kommt die Stimme. Aber auch die ist nicht echt, elektronisch verzerrt, sicherheitshalber.

Der Mann, der hier aussagt, ist eine Spitzenkraft der baden-württembergischen Polizei, seine Identität ist ein Staatsgeheimnis. Schon dass man erkennen kann, dass er eine Glatze haben könnte, macht seine Betreuer nervös. Auch die anderen ...

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