Stuttgart 21: Start der Schlichtung:Befürworter und Gegner sitzen sich gegenüber

Lesezeit: 3 min

Wie das im Detail funktionieren soll, weiß aber nicht einmal der Schlichter selbst so genau. Bei den weiteren Terminen stehen Gespräche über die Neubaustrecke nach Ulm, die Wirtschaftlichkeit, über die Sicherheit, den Bauablauf, den Städtebau und über den Umweltschutz auf dem Programm.

Für die Befürworter sitzen neben dem Bahn-Vorstand Kefer der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), die Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU), Thomas Bopp als Vertreter der Region Stuttgart und der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) am Tisch.

Die Gegner werden unter anderem vom Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und Architekten Peter Conradi vertreten. Mit Werner Wölfle ist auch ein grüner Landtagsabgeordneter dabei, der als besonnener Stratege des Aktionsbündnisses gilt. Hinzu kommen Vertreter von Umwelt- und Verkehrsverbänden und lokalen Initiativen. Beide Seiten haben auch Experten geladen.

In einer Frage stimmen Befürworter und Gegner bereits vor Beginn der Gespräche überein: Einigen wird man sich nicht; auf ein gemeinsames Ziel streben die Kontrahenten nicht zu. Die Betreiber hoffen, einige Ängste bei den Kritikern beheben zu können - etwa, was die Sorge einstürzender Häuser während des Bahnhofsbaus betrifft. Und die Gegner sind zufrieden, wenn sie einzelne Angaben der Betreiber widerlegen können. Wie der Aiguille du Dru hat daher auch die Schlichtung zwei Gipfel. Erreichen Befürworter und Kritiker jeweils ihren eigenen, war ihre sechswöchige Tour schon erfolgreich.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema