Küstenschutz:Was das Wasser übrig ließ

Küstenschutz: In Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern hat der Sturm Gehwegplatten an der Strandpromenade weggedrückt.

In Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern hat der Sturm Gehwegplatten an der Strandpromenade weggedrückt.

(Foto: Georg Moritz/DPA)

Die Menschen an der Ostsee kämpfen mit den Folgen des Jahrhunderthochwassers. Wie soll man der Klimakrise an der Küste trotzen? Die Frage geht auch an den Bundeskanzler.

Von Ulrike Nimz und Jana Stegemann, Hamburg

Alles haben sie versucht, um das Wasser draußen zu halten. Die Schotten vor die Türen geschraubt, die Fenster mit Panzertape abgeklebt, alle Möbel in den ersten Stock geschafft, die Pumpen in den Fahrstuhlschächten klargemacht. Es war ja nicht das erste Hochwasser für das Hotel "Hafen Flensburg", das mit atemberaubender Aussicht auf die Förde wirbt. Sechs Mal sind sie seit der Eröffnung im Dezember 2016 untergegangen, sagt Hoteldirektorin Kirsten Herrmann - wegen Starkregens oder weil der Sturm die Wellen der Ostsee ins Landesinnere drückte. Sandsäcke lagern sie inzwischen auf Vorrat. "Wir hätten nie gedacht, dass wir die auch noch brauchen." Am Ende sei das Wasser aus allen Ecken geschossen, durch den Boden, die Wände, über die Schotten. Dann fiel der Strom aus und mit ihm die Pumpen.

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