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Studie zu Führungskräften:Elite fast ohne Ostdeutsche

Ostdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund sind laut einer neuen Studie in Deutschland seltener in Spitzenpositionen anzutreffen als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Laut einer gemeinsamen Analyse des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, der Universität Leipzig und der Hochschule Zittau/Görlitz sind unter den Führungskräften nur zehn Prozent Ostdeutsche und neun Prozent Menschen mit Migrationshintergrund. Ihr Bevölkerungsanteil liegt dagegen bei 19,4 Prozent (Ostdeutsche) und 9,2 Prozent (Migrationshintergrund). Die wenigsten ostdeutschen Führungskräfte gibt es in der Wissenschaft (1,5 Prozent), in der Justiz (zwei Prozent) und im Militär (keine). In der Wirtschaft liegt der Anteil ostdeutscher Chefs bei 4,7 Prozent. Dagegen liegt der Anteil migrantischer Chefs in der Wirtschaft bei 13,8 Prozent.

© SZ vom 27.10.2020 / epd
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