Studie:Flüchtlingshelfer brauchen Hilfe

Die gute Nachricht: Die vielen Hilfsinitiativen arbeiten gut zusammen. Aber sie brauchen mehr Ansprechpartner in Kommunen.

Vom losen Nothilfe-Bündnis zum festen Netzwerk: Die vielen oft spontan unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise entstandenen ehrenamtlichen Hilfsinitiativen in Deutschland organisieren sich immer besser. Die Freiwilligen seien zudem stärker mit Verbänden und Verwaltung verbunden, lautet ein Ergebnis einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Damit das Engagement weiterhin stark bleibe, sollten die Kommunen die Freiwilligen jedoch mehr unterstützen. So brauchten die Freiwilligen Entlastung durch hauptamtliche Ansprechpartner in Städten und Gemeinden, um sich auf die Integration konzentrieren zu können, sagte Bettina Windau, Bertelsmann-Fachfrau für zivilgesellschaftliches Engagement. Solche zentralen Koordinierungsstellen entstehen in immer mehr Kommunen. Sie erwiesen sich als sinnvolle Brücke zwischen Freiwilligen und Verwaltung und könnten die Helfer bei organisatorischen Fragen entlasten. "Die meisten wollen ja den Menschen helfen und sich nicht um Verwaltungsfragen kümmern", sagte Windau. Eine Vielzahl der Hilfsangebote war in der zweiten Jahreshälfte 2015 entstanden oder hatte Zulauf bekommen, als die Zahl der Flüchtlinge massiv gestiegen war. In der auf Fallstudien und Interviews basierenden Studie sind die Forscher der Frage nachgegangen, wie die freiwillige Flüchtlingshilfe sich wandelt und was sie braucht, um wirken zu können. Ein Großteil der Befragten gab an, dass das Engagement unverändert stark sei.

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