Streit um "Avenidas"-GedichtEin denkwürdig lächerlicher Abend

Lesezeit: 7 Min.

Der 93-jährige Dichter Eugen Gomringer, eine AStA-Vorsitzende und eine Rektorin: Ein Gespräch über die Frage, was die Kunst darf und was nicht, gerät zum Schauerstück.

Von Hilmar Klute

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Das Gedicht "Avenidas" von Eugen Gomringer, das die Menschen in Berlin inzwischen wohl flüssiger auswendig hersagen können als den "Bumerang" von Ringelnatz, geht so: "Avenidas/ Avenidas y flores /flores/flores y mujeres/ avenidas/ avenidas y mujeres/ avenidas y flores y mujeres/ un admirador." Als Frau Roth, die AStA-Vorsitzende der Alice-Salomon-Hochschule vor einigen Jahren an diesem Gedicht, das an der Südfassade der Hochschule angebracht war, vorbeikam, zog sie ihr Smartphone heraus und schaute nach, was "admirador" heißt. "Als ich las, dass es ,ein Bewunderer' bedeutet, hat sich mir der Magen zusammen gezogen."

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