(SZ) Es war Friedrich Merz, der beim G-7-Gipfel im Tafelwasser-Dorf Évian einen glücklichen Moment der Weltgeschichte heraufbeschworen hat. Ja, eben jener Merz, den das Glück spätestens in dem Augenblick verlassen hatte, als er von Blackrock in die Kieselsteinebene der Bundespolitik getreten ist. Der gleiche Merz war es, der bei seiner eigenen Kanzlerwahl im Parlament zunächst durchgefallen war und dann gemeinsam mit Jens Spahn und Lars Klingbeil in eine Art Regierung eingetreten war. In Évian aber hatte Merz nun das, was feierliche Menschen mit Buchkunde-Bachelor ein Momentum nennen. Nein, damit ist nicht der Augenblick gemeint, als Merz dem seit Sonntag schwer achtzigjährigen Trump mit einem stummen „Das würde Ihnen sicher gut stehen“ ein T-Shirt andrehte, auf dem eine 47 abgebildet war. Die beiden Zahlen markieren im Alphabet die Buchstaben DG, Donald Gold. Sogenannte Beobachter haben beobachtet, dass aber auch dieser Moment für Merz ein glücklicher war, weil der Kanzler stand, während der Präsident saß. Wer steht, sieht angeblich immer stärker und mächtiger aus als jemand, der sitzt. Die politische Weltbetrachtung besteht eben auch aus viel eingebildetem Zeug und Auguren-Schmonzes.
GlosseDas Streiflicht
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Giorgia Meloni hatte den G-7-Gipfel auf ihrer Seite, als sie ihren Abschied von der Zigarette bekannt gab. Aber möchten wir wirklich abstinente Italiener in der EU?