Glosse: Das StreiflichtTrifft ein Wolf auf einen Karnevalszug ...

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Es war noch nicht genug, dass der Wolf Leverkusen sehen musste: Er geriet auch noch in einen Karnevalsumzug.
Es war noch nicht genug, dass der Wolf Leverkusen sehen musste: Er geriet auch noch in einen Karnevalsumzug. Julian Stratenschulte/Julian Stratenschulte/dpa

In Leverkusen sind sich Jecken und ein Raubtier über den Weg gelaufen. Es ist nichts weiter passiert. Aber der allegorische Mehrwert der Begegnung ist unschätzbar.

Es gibt sicherlich mancherlei Dinge, Personen, Einrichtungen und Angewohnheiten, die man entweder den Hasen geben oder dem Wolf zum Fraß hinwerfen möchte. Donald Trump und Pam Bondi gehören dazu, die AfD und ihre einfältigen Wähler, Putin sowieso, manche mögen noch die eklig blauen Slushies mitdenken, andere wiederum hätten Mitleid mit den Hasen, wenn man ihnen all dies auf die frische grüne Wiese werfen würde. Wieder andere hingegen möchten, dass der Wolf möglichst unversehrt und unberührt von menschlichen Abgeschmacktheiten seinen einsamen Gang durch die Welt machen kann, selbst wenn dieser Gang ihn nach Leverkusen führt. Genau das ist nämlich am Wochenende einem Wolf passiert, und es war nicht genug, dass er Leverkusen sehen musste. Er geriet auch noch in einen Karnevalsumzug, jedenfalls kurzzeitig, und erreichte immerhin, dass dieser für eine Weile aussetzen musste. Andererseits war auch der Karnevalszug recht cool, er setzte seinen berufsbedingt munteren Marsch fort; der Wolf verschwand, man weiß nicht genau, wohin.

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