Glosse: Das StreiflichtDer deutsche Campingplatz ist nichts für Schattenparker

Lesezeit: 2 Min.

Glamping geht anders: Campingplatz alter Schule inklusive dauerbellender Pudel zwei Reihen weiter.
Glamping geht anders: Campingplatz alter Schule inklusive dauerbellender Pudel zwei Reihen weiter.
Frank Hammerschmidt/Frank Hammerschmidt/dpa

Wer gewissen Nachteilen traditionellen Zeltens ausweichen möchte, ist mit luxuriösem Glamping gut beraten. Allerdings stellt sich dann eine drängende Frage.

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(SZ) Zu den Errungenschaften der alten Bundesrepublik, die sich als vergleichsweise zählebig erweisen, gehört der deutsche Campingplatz. Sicher, es gibt heute Öko-Zelten oder Micro-Campen auf dem Bauernhof, aber die Welt ist doch am ehesten noch dort in Ordnung, wo es zugeht, wie es immer war. Ein Wesenselement des echten Campingplatzes ist das Abenteuer Natur: der dauerbellende Pudel der Familie aus dem Tunnelzelt zwei Reihen weiter; abendliche Annäherungswellen der wichtigsten Moskitoarten, zu denen sich neuerdings die, wie die Biologen neutral sagen, ganztägig aktive Tigermücke gesellt; und natürlich das Erlebnis, einen Sommertag über draußen von der Sonne verbrannt oder drinnen im Zelt geröstet zu werden, weil die Stammgäste die wenigen Schattenplätze schon zwei Jahrzehnte vorher geblockt haben.

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