(SZ) Hinterm Mond zu sein, ist ein Zustand, den kaum jemand anstrebt, den aber viele erreichen. Manche sagen, auch Wirtschaftsministerin Reiche sei hinterm Mond, und falls das stimmt, erhebt sich die Frage: Wie ist sie dorthin gekommen? Mit Benzin-Gas-Kohle-Antrieb? Gibt es solche Raketen, und wenn ja: Darf Söder mitfliegen? Andere behaupten, die SPD sei hinterm Mond, aber das ist Unsinn. Im Sinkflug kommt man sonst wohin, aber niemals zum Mond. Und wenn doch, muss die Partei nicht verzagen. Auch für sie gilt, was alle Philosophen seit Sepp Herberger wissen: Mal läuft es Bas, mal läuft es besser. Parawissenschaftlich gesichert und durch die Boulevardpresse beglaubigt ist der Befund, ganz Deutschland befinde sich auf der Rückseite des Mondes. Dort kommunizieren die Deutschen mit Faxgeräten, lesen Papierzeitung und vereinbaren Rendezvous ohne Tinder. Sogar mit Bargeld bezahlen sie und wundern sich, dass sie immer ärmer werden. Dabei könnten sie ihr Geld behalten und einfach das Handy bezahlen lassen – so wie es die klugen Leute diesseits des Mondes tun.
Glosse: Das StreiflichtWarum es heute eine gute Sache ist, hinterm Mond zu sein
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Von dort aus sieht man die Welt und vielleicht sogar die SPD mit anderen Augen – und entdeckt etwas, was man fast vergessen hatte.