(SZ) Zu den großen philosophischen Leistungen der Frühaufklärung zählt neben der Ausklamüserung der Monadenlehre unbedingt die Entdeckung des Zwiebacks als probates Rüstzeug für Soldaten. Beide Empfehlungen, Monade und Zwieback, gehen auf den langmähnigen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz zurück, einen Mann, dem es gelungen war, ausgerechnet in Hannover in kaum vorstellbare geistige Höhen zu gelangen. Die Monaden, das muss man wohl einräumen, stehen heute nicht mehr ganz oben auf dem Lehrplan der rationalistischen Erkenntnislehre – aber der Leibniz-Keks, benannt nach seinem Fürsprecher, macht immer noch eine Menge her. Er wird millionenfach produziert und in alle Länder verschickt, in denen gekrümelt wird. Natürlich ist der Leibniz-Keks heute kein Zwieback mehr im klassischen Sinn. Es gibt ihn mit Vollmilchschokoladenkuvertüre genauso wie mit einem Überzug aus dunkler Schokolade. Aber es wird ihn, der kleine freche Farbenwitz muss erlaubt sein, nicht mit einem schlumpffarbenen Bezug geben. Denn der heutige Chef der Firma Bahlsen, welcher der Leibniz-Keks untersteht, möchte mit der AfD und ihren Krümelmonstern nichts zu tun haben. Alexander Kühnen sagte der Deutschen Presse-Agentur sinngemäß, dass ihm der nationalistische Quatsch der AfD auf den Keks gehe und er lieber auf Demokraten setze.
Glosse: Das StreiflichtDiese Kekse sind nicht für die Krümelmonster von der AfD gedacht
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Der Chef einer berühmten Gebäckfirma möchte nichts mit rechtem Gedankengut zu tun haben. Leider denken nicht alle Genusswarenhersteller wie er.