(SZ) Ja, jetzt hattest du doch gefragt, ob der Ransmayr den Literaturnobelpreis bekommen soll, und es stimmt, das ist so eine Frage. Der Denis Scheck vom Bücherfernsehen ist schwer dafür, kennste, aber jetzt sag ich dir was: Der Ransmayr will den Preis vielleicht gar nicht. Der ist so ein bisschen ein Verschrobener, und die Verschrobenen, die können es oft gar nicht gut leiden, wenn man sie auf die Bühnen schiebt, mit Licht und allem, und dann sagt jemand: Der Literaturnobelpreis 2026 geht an Christoph Ransmayr, für sein Gesamtwerk unter besonderer Berücksichtigung des Romans „Die letzte Welt“. Die Fußnägel würden sich dem Ransmayr aufrollen, wirklich, wie so klitzekleine Teppiche, kennste. Nur dass die beim Ransmayr gleich so fliegende Teppiche von seinen Zehen weg würden. So eine Fantasie hat der, weißte selbst.
GlosseDas Streiflicht
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Keinem bleibt seine Gestalt: Was Christoph Ransmayrs Werk mit einem Wertbon zu tun hat, der langsam verblasst. Eine literarische Annäherung.
