Am Montag wurden wieder zwei Supertanker getroffen. Kurz vor acht Uhr abends trafen mehrere Projektile die unter saudischer Flagge fahrende VLCC Sidr, wenig später meldete auch die in Liberia registrierte VLCC Senegal Prosperity Einschläge. Beide befanden sich etwa 25 Kilometer vor der Küste von Oman und hatten jeweils zwei Millionen Barrel saudisches Rohöl geladen. An den Märkten stieg anschließend der Ölpreis, Analysten diskutierten im Fernsehen über die Folgen für den Benzinpreis in den USA und die Aussichten für die Zwischenwahlen im November. Pastor John Attenborough dachte vor allem an die Menschen auf den beiden Schiffen. „Für viele ist die Straße von Hormus eher eine geopolitische und wirtschaftliche Angelegenheit, aber für uns stehen die Seeleute im Mittelpunkt“, sagt Attenborough in einem Videotelefonat.
Straße von Hormus„Seeleute sagen uns oft: Bitte betet für uns.“
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Das iranische Regime möchte die Straße von Hormus erneut schließen. Nicht nur für die Weltwirtschaft, auch für Matrosen ist das eine schlechte Nachricht.
Stringer/ReutersNoch immer hängen rund 400 Schiffe in der Straße von Hormus fest. Wie geht es den Tausenden Menschen an Bord? Der britische Seelsorger John Attenborough berichtet.
Von Bernd Dörries, Beirut
