Kurzinformation:Abschied vom Stolperdraht

Kurzinformation: Bundeskanzler Scholz und Litauens Präsident Gitanas Nausėda zu Besuch beim Nato-Kampfverband im litauischen Pabradė Anfang Juni.

Bundeskanzler Scholz und Litauens Präsident Gitanas Nausėda zu Besuch beim Nato-Kampfverband im litauischen Pabradė Anfang Juni.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Wie die Nato ihr militärisches Konzept im östlichen Bündnisgebiet ändert.

In Madrid verabschiedet sich die Nato vom "Stolperdraht"-Konzept, das als Reaktion auf Russlands Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim eingeführt worden war. 2017 wurden in Polen und im Baltikum multinationale Kampfverbände mit jeweils 1000 Soldaten stationiert. Die "Enhanced Forward Presence" (EFP) sollte Russland abschrecken, da etwa bei einem Angriff auf Litauen auch Bundeswehr-Soldaten beschossen würden. Moskau sollte wissen, dass ein Angriff auf ein Mitglied ein Angriff auf alle bedeute - und der Stolperdraht sollte die Westeuropäer sensibilisieren. Militärisch bedeutete das EFP-Konzept, dass die Nato Teile des Baltikums aufgegeben hätte, um diese später mit verstärkten Truppen zurückzuerobern. Nun werden mehr Soldaten und militärisches Gerät permanent an der Ostflanke stationiert.

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