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Steuern - Magdeburg:In Sachsen-Anhalt stehen viele Grundsteuererklärungen aus

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Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt stehen noch viele Grundsteuererklärungen aus. Bei einem Soll von über einer Million Erklärungen seien bis zum 8. August 71.134 elektronische Eingänge gezählt worden, teilte das Finanzministerium in Magdeburg auf Nachfrage mit. Es seien keine regionalen Unterschiede erkennbar. Möglich ist zudem, die Erklärungen auf einem Papierformular abzugeben. Bislang seien davon 950 gescannt worden. Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts muss bis zum 31. Oktober 2022 abgegeben sein. Auf der Grundlage setzen Städte und Gemeinden die neu berechnete Grundsteuer fest, die dann ab dem Jahr 2025 zu zahlen ist.

Der Bedarf an Beratung zu den Erklärungen scheint groß. Laut dem Ministerium ist die Zahl der Telefonanrufe in den 14 Finanzämtern deutlich gestiegen. Landesweit seien bedarfsabhängig bis zu 500 Bedienstete zur Bewältigung des Anrufaufkommens zugeschaltet. In kleineren Finanzämtern könnten zeitweise bis zu 20 Bedienstete und in größeren Finanzämtern bis zu 80 Bedienstete zugeschaltet werden.

Nach Problemen mit dem Steuerprogramm Elster hieß es aus dem Finanzministerium, inzwischen laufe das Programm bis auf die Zeiträume von Updates relativ stabil. Aufgrund der enorm gestiegenen Zahl an Neuregistrierungen bei "Mein Elster" sei auch vor der Abgabe der Erklärungen ein erhöhter Supportaufwand zu bewältigen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hätten sich in Sachsen-Anhalt rund 105.000 Nutzer neu registriert, im gleichen Zeitraum 2021 seien es rund 10.000 gewesen.

Alle Grundstückseigentümer sind verpflichtet, eine Erklärung abzugeben. Jeder einzelne ist auch angeschrieben worden. Wenn jemand eine Erklärung nicht abgibt, greifen laut dem Finanzministerium - wie bei anderen Steuerarten auch - die in der Abgabenordnung geregelten Maßnahmen wie Schätzungsandrohung, Schätzung und Zwangsgeldandrohung.

© dpa-infocom, dpa:220815-99-389361/2

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