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Kassel:Hauptverdächtiger im Mordfall Lübcke will sich erneut äußern

Fall Lübcke - Tatverdächtiger Stephan E.

Stephan E. wird nach einem Haftprüfungstermin im Juli beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht.

(Foto: Uli Deck/dpa)
  • Stephan E. will seinem Anwalt zufolge gegenüber Ermittlungsrichtern ausführliche Angaben zum Tathergang machen.
  • Der Anwalt kündigte an, die Öffentlichkeit um 17 Uhr über die Inhalte der Aussage zu informieren.
  • E. hatte bereits ein Geständnis abgelegt, das aber später wieder zurückgezogen.

Stephan E. will sich an diesem Mittwoch erneut zu dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke äußern. Der Hauptverdächtige wolle gegenüber Ermittlungsrichtern des Bundesgerichtshofs ausführliche Angaben zum Tathergang zu machen, kündigte sein Verteidiger Frank Hannig an.

"Der Beschuldigte, Herr Stephan E., hat mich als seinen Verteidiger gebeten, die Öffentlichkeit im Anschluss an diese Vernehmung über wesentliche Inhalte seiner Erklärung zu unterrichten", sagte Hanning. Der Dresdener Rechtsanwalt kündigte dazu eine Pressekonferenz am Mittwoch um 17 Uhr in Kassel an.

Stephan E. wird beschuldigt, den CDU-Politiker Walter Lübcke am 2. Juni mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel getötet zu haben. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, dann das Geständnis zurückgezogen. Sein Anwalt hatte Ende November ein neues Geständnis seines Mandanten angekündigt. Neben Stephan E. sitzen zwei weitere Männer als mutmaßliche Helfer in Untersuchungshaft.

© SZ.de/dpa/cck/gal
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