Missbrauch in der katholischen Kirche:Schnell vergeben, nicht aufarbeiten

Lesezeit: 7 min

Missbrauch in der katholischen Kirche: Seit zwölf Jahren ist der Trierer Bischof Stephan Ackermann Missbrauchsbeauftragter der deutschen Bischofskonferenz.

Seit zwölf Jahren ist der Trierer Bischof Stephan Ackermann Missbrauchsbeauftragter der deutschen Bischofskonferenz.

(Foto: Harald Tittel/picture alliance/dpa)

Hat Stephan Ackermann indirekt das Beichtgeheimnis gebrochen, als er das Pseudonym einer Betroffenen lüftete? Der Trierer Bischof wurde deshalb jetzt beim Papst angezeigt, auch weiteres Ungemach droht.

Von Annette Zoch

Bischof Stephan Ackermann liegt in Luftpolsterfolie eingewickelt ganz oben im Schrank. "Ich weiß auch nicht, warum ich das immer noch habe", sagt Karin Weißenfels und steigt mit dem Bild in der Hand langsam von der Trittleiter herunter. "Da hing es", sie deutet auf einen leeren Nagel an der Wand und wickelt das auf eine Leinwand gedruckte Foto aus. "Ich konnte das einfach nicht mehr sehen." Das Bild zeigt den Bischof von Trier in einer Kirche. Eine der Personen auf dem Gruppenbild ist Karin Weißenfels. "Ich habe zu lange nicht wahrhaben wollen, dass es ihm gar nicht um mich geht."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Der Krieg und die Friedensbewegung
Lob des Pazifismus
Oktoberfest 2022: Opening Day
Beobachtungen zum Oktoberfest
Die Wiesn ist in diesem Jahr irgendwie anders
Portrait of a man washing his hair in the shower. He looks at the camera.; Haarausfall Duschen Shampoo Gesundheit
Gesundheit
"Achten Sie darauf, dass die Haarwurzel gut genährt ist"
Tahdig
Essen und Trinken
Warum Reis das beste Lebensmittel der Welt ist
Magersucht
Essstörungen
Ausgehungert
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB