Frank-Walter Steinmeier im Interview "Die Zukunft kommt zu kurz"

Hinter ihm das Grundgesetz, in extragroß: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, 63, in seinem Amtszimmer im Schloss Bellevue.

(Foto: Regina Schmeken)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hofft, dass Europa sich endlich anderen Themen als dem Brexit zuwenden kann. Ein Gespräch über kompromissunwillige Parteien, Deutschland und drängende Debatten.

Von Nico Fried und Cerstin Gammelin

SZ: Herr Bundespräsident, der Brexit ist ein weiteres Mal verschoben worden. Hört das denn nie auf?

Frank-Walter Steinmeier: In der Tat: Was da stattfindet, ist immer weniger zu verstehen und auch immer schwieriger zu erklären. Trotzdem muss uns klar sein: Der Brexit ist ein tiefer Einschnitt mit enormen Folgewirkungen - für Großbritannien, aber auch für das Europa der 27. In Irland droht sogar das Wiederaufflammen von Gewalt. Deshalb ist es richtig, alles zu tun, um die negativen Auswirkungen zu begrenzen. ...

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