Zwei Wochen ist es her, da nahm der Sozialdemokrat Steffen Krach in einem Hotel an der Spree ein wohliges Bad, nicht im Wasser, sondern in der Menge. Die Berliner SPD hatte ihn bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten mit Livemusik, Applaus, Umarmungen und warmen Redebeiträgen anderthalb Stunden lang gefeiert. „Steffen, du bist für uns ein Riesenglücksfall“, bekundete Fraktionschef Raed Saleh, den manche auch gern als Spitzenkandidaten gesehen hätten. Der Riesenglücksfall selbst wiederum versprach, im Wahlkampf voranzugehen: „Mein Energiehaushalt ist gefüllt.“ Die Parteivorsitzenden Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini überreichten Blumen und ein paar knallrote Laufschuhe „für die Langstrecke“ – Krach ist als sportlich bekannt.
BerlinEin Riesenglücksfall muss er sein
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Wenig beliebt und innerlich unaufgeräumt: Der SPD in der Hauptstadt geht es in letzter Zeit gar nicht mehr gut. Nun soll Steffen Krach die Lösung sein – als Spitzenkandidat, als Landesvorsitzender, und überhaupt.
Von Meredith Haaf
