BelarusLukaschenko lässt 52 Gefangene gehen – doch einer will nicht

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Mit dem Rücken zur Grenze: Der belarussische Oppositionelle Mikola Statkewitsch sitzt unweit des litauischen Grenzpostens auf einer Mauer.
Mit dem Rücken zur Grenze: Der belarussische Oppositionelle Mikola Statkewitsch sitzt unweit des litauischen Grenzpostens auf einer Mauer. State Border Committee Belarus/via REUTERS

Mikola Statkewitsch, ehemaliger Präsidentschaftskandidat und seit Jahrzehnten Widersacher des belarussischen Diktators, kommt frei. Er soll nach Litauen, aber an der Grenze geschieht Verblüffendes.

Von Frank Nienhuysen

Bis zur Freiheit sind es noch etwa 20 Meter. Das blaue Schild mit dem Sternenkranz der Europäischen Union steckt ganz nah im Gras, nur ein paar Schritte und er könnte es anfassen. Aber Mikola Statkewitsch dreht ihm den Rücken zu. Er hat sich auf eine halbrunde Steinmauer gesetzt und die Hände auf die Oberschenkel gelegt. Hinter ihm ist die Grenzanlage zu sehen, die den EU-Staat Litauen von der Diktatur Belarus trennt. Statkewitsch sitzt allein da in der neutralen Zone. Seine Schultern gebeugt, seine innere Haltung aufrecht.

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