Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki war kein Freund der Provinz. Relevante Literatur entstand für ihn entweder in der Stadt oder richtete, selbst wenn sie auf dem Land angesiedelt war, den Blick auf die Metropole als Sehnsuchtsort. Ironischerweise zeichnen jedoch gerade viele der bekannten Großstadtromane ein so düsteres Bild des urbanen Molochs, dass die Flucht aufs Land beinahe als einziger Ausweg erscheint.
Buch über Stadt-Land-MissverständnisseWeder rückständig noch abgehängt
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Andreas Möller hinterfragt die Klischees der Großstädter über die Landbevölkerung und erklärt, warum der ländliche Raum gestärkt werden muss – vor allem angesichts bevorstehender Wahlen in Ostdeutschland.
Rezension von Florian Keisinger
