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25 Jahre Srebrenica:Narben ohne Heilung

Vom 11. Juli 1995 an wurden im ostbosnischen Srebrenica etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet. Die Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

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25 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica

Quelle: dpa

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Eine Frau trauert auf dem Friedhof der Gedenkstätte Potocari in der Nähe von Srebrenica an einem Grab. Bei dem von serbischen Einheiten unter Ratko Mladić durchgeführten Massaker während des Bosnienkriegs wurden vom 13. bis 17. Juli 1995 mehr als 8100 bosnische Männer getötet. Im Januar 2009 beschloss das Europäische Parlament den 11. Juli zum Europäischen Gedenktag für die Opfer des Massakers zu erklären.

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Quelle: AFP

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Ein bosnischer Forensiker misst einen Schädel in Tuzla, Bosnien und Herzegowina aus. Hunderte menschliche Skelette, von denen man glaubt, dass sie den im Massaker getöteten bosnischen Muslimen gehören, müssen noch identifiziert werden.

25 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica

Quelle: dpa

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Die im Bosnienkrieg (1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Drei Männer tragen den Sarg eines Opfers am ehemaligen UN-Gelände in Potocari in der Nähe von Srebrenica.

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Quelle: AP

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Mehr als 2000 evakuierte Menschen wurden aus der muslimischen Enklave Srebrenica auf UN-Trucks in den nahe gelegenen Ort Tuzla gebracht. "Wir erkennen an, wie die internationale Gemeinschaft und auch unsere eigene Organisation daran scheiterte, diese Tragödie zu verhindern", sagte Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Prävention von Genoziden, am Freitag bei einer virtuellen Sitzung in New York. Srebrenica war während des Krieges eine UN-Schutzzone, als das Massaker stattfand.

25th Anniversary Commemorations Of The Srebrenica Massacre

Quelle: Getty Images

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Ein Mann wirft seinen Schatten auf eine Gedenktafel mit Namen der Opfer auf dem Friedhof in Potocari nahe Srebrenica. Unter den bis zu 60 000 Menschen, die sich unter verheerenden hygienischen Bedingungen im umkämpften Srebrenica drängten, befanden sich nicht nur Zivilisten, sondern auch bosnische Soldaten. Obwohl die UN die Stadt zur Schutzzone erklärt hatten, nahmen die Bosniaken von dort aus serbische Stellungen unter Feuer.

25th Anniversary Commemorations Of The Srebrenica Massacre

Quelle: Getty Images

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Am Samstag ist die Beisetzung von acht Opfern des Massakers im Srebrenica Memorial Center vorgesehen, deren Gebeine in den zurückliegenden Monaten identifiziert worden waren. Ursprünglich hatten die Organisatoren dazu bis zu 100 000 Menschen erwartet. Angesichts der Corona-Pandemie rechnen die Verantwortlichen mit deutlichen Einschränkungen. Das gilt auch für einen Friedensmarsch, an dem ursprünglich 10 000 Menschen teilnehmen sollten.

Relatives hold vigil next to coffins with remains of seven newly identified victims at Potocari-Srebrenica Memorial ahead of burial on July 11, in Potocari

Quelle: REUTERS

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In Genf sprach UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet von schmerzhaften Erinnerungen. Die Narben seien noch lange nicht verheilt. Sie rief die Politiker in Bosnien und Herzegowina zu Empathie, gegenseitigem Respekt und zur Unterstützung der Opfer und Überlebenden auf. Im Bild eine Frau bei einer Trauerfeier in Potocari.

Relatives hold vigil next to coffins with remains of seven newly identified victims at Potocari-Srebrenica Memorial ahead of burial on July 11, in Potocari

Quelle: REUTERS

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Bosnische Frauen trauern bei den sterblichen Überresten ihrer erst kürzlich Identifzierten Angehörigen. Die Arbeiten zur Identifikation der Opfer dauern auch nach 25 Jahren weiter an.

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Quelle: AP

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Im Juli 1995 warten Frauen aus der Region um Srebrenica auf dem UN-Luftwaffenstützpunkt in Tuzla, Bosnien darauf, ihre Babys waschen zu können. Die Überlebenden des Massakers waren zumeist Frauen und Kinder.

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Quelle: AP

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Geflüchtete aus Srebrenica bei ihrer Ankunft in Tuzla, Bosnien, wohin sie von UN-Trucks gebracht wurden.

Bosnia and Herzegovina commemorates 25th anniversary of Srebrenica massacre, in Potocari

Quelle: REUTERS

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt anlässlich des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica vor 25 Jahren zur weiteren Aufarbeitung. "Erinnern an das Leid und den Schmerz ist ein zentraler Baustein für Versöhnung. Genauso gehört die strafrechtliche Aufarbeitung der Geschehnisse dazu".

© SZ.de/dpa/afp/ap/tmh

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