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Bekannte Spionage-Fälle:Kim Philby

Er gehörte zu den "Cambridge Five", jenen fünf sowjetischen Spionen, die mit Erfolg die britischen und amerikanischen Geheimdienste unterwandert haben: Der in Indien geborene Brite Harold 'Kim' Philby begeisterte sich im Studium an der britischen Elite-Universität Cambridge für den Kommunismus. Wegen seiner guten Kontakte ins linke Milieu wurde er vom britischen Geheimdienst MI6 angeworben und 1949 nach Washington geschickt, um dort mit der CIA unter anderem in Fragen der Atomwaffenforschung zusammenzuarbeiten. Vordergründig arbeitete Philby für den Westen, doch in Wahrheit gab der Top-Spion seine Informationen an Moskau weiter.

KIM PHILBY

Kim Philby 1955

(Foto: ag.dpa)

Die Motivation: Offensichtlich war Philby weniger an Geld interessiert, seine Spionagetätigkeit erscheint vor allem politisch motiviert: Nachdem er vom Westen als Doppelagent enttarnt worden war, floh er nach Moskau und nahm die sowjetische Staatsbürgerschaft an. Später arbeitete Philby dann offiziell für den sowjetischen Geheimdienst KGB - allerdings zeigte er sich bald von dem System enttäuscht.