Bekannte Spionage-Fälle Die Rosenbergs und Klaus Fuchs

Julius und Ethel Rosenberg, Klaus Fuchs und David Greenglass gaben in den vierziger Jahren Informationen zur Entwicklung der Atombombe in den USA an die Sowjetunion weiter. Greenglass war Mitarbeiter des Manhattan-Projekts, aus dem während des Zweiten Weltkriegs die ersten Atombomben hervorgingen. Seine Schwester Ethel Rosenberg und deren Mann Julius bewegten ihn dazu, Informationen darüber zu beschaffen.

Ethel und Julius Rosenberg bei einem Gefangenentransport 1951

(Foto: picture-alliance / dpa)

Klaus Fuchs war ein deutscher Physiker, der zuerst 1941 an den britischen Versuchen beteiligt war, eine Atombombe zu entwickeln, und dann in den Labors von Los Alamos am US-Atombombenprogramm mitarbeitete. Schon in Großbritannien hatte er begonnen, Informationen über seine Arbeit an die Sowjetunion zu verraten.

Als die Spione Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre aufflogen, gestanden Fuchs und Greenglass und wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Greenglass belastete zudem das Ehepaar Rosenberg schwer, um Strafmilderung zu bekommen. Seine Schwester und ihr Mann wurden 1953 hingerichtet.

Die Motivation: Alle vier Atomspione waren Kommunisten, überzeugt davon, dass es richtig sei, der Sowjetunion den Bau der Atombombe ebenfalls zu ermöglichen.