Nun, die Umstände sind, wie sie sind. Und zu den eher kuriosen Entwicklungen an diesem Wahlabend gehört, dass die Partei von Willy Brandt nun schon auf sehr niedrigem Niveau zufrieden sein kann. Sicher, als der blaue AfD-Balken um 18 Uhr auf dem Fernseher im Atrium der Berliner Parteizentrale auf 44,5 Prozent hochschnellt und bei der CDU um 18,6 Punkte auf 18,5 Prozent abstürzt, ist das eine Zäsur. Aber bei der SPD gibt es kaum Ausschläge, sie liegt zunächst bei acht bis neun Prozent – in etwa bei dem Ergebnis der letzten Wahl in Sachsen-Anhalt. Dabei war vor Wochen noch spekuliert worden, sie könne hier aus dem Landtag fliegen.
SPDKampfansagen an den Kanzler
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Armin Willingmann (links), SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, und Lars Klingbeil bei einem kleinen Wahlkampftermin in Halle im August.
Kay Nietfeld/dpaDie SPD ereilt es in Sachsen-Anhalt nicht so schlimm wie befürchtet. In der Bundeszentrale zieht die Parteispitze aus dem AfD-Erfolg eine klare Lehre: Die Reformpläne im Bund können so nicht bleiben.
Von Georg Ismar, Berlin
