Es hat in einigen Parteien Tradition, dass sie ihre Zentralen nach den größtmöglichen Persönlichkeiten ihrer Vergangenheit benennen. Die CDU residiert in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus, die SPD im Willy-Brandt-Haus und ihr nordrhein-westfälischer Landesverband im Düsseldorfer Johannes-Rau-Haus. Wobei immer die Frage ist, ob das für die heute dort Politik Machenden Ansporn oder Last ist. Dort im Rau-Haus steht am Freitagnachmittag der versammelte SPD-Landesvorstand zusammen wie fürs Klassenfoto. Außergewöhnlich viele Reporter und Kameras sind da. Denn man hat hier Wegweisendes zu verkünden: Jochen Ott, der Fraktionschef im Landtag, soll die Partei als Spitzenkandidat in die nächste Landtagswahl führen.
Nordrhein-WestfalenKann dieser Mann die SPD in ihrem Stammland retten?
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Die SPD droht ausgerechnet in Nordrhein-Westfalen in die Bedeutungslosigkeit zu schlittern. Jochen Ott soll das verhindern. Nur: Außerhalb des Landtags kennt ihn kaum jemand.
Von Christoph Koopmann, Düsseldorf

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