SPDEine Demütigung für Lars Klingbeil

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Offenkundig hatte Lars Klingbeil die Aussprache vor der Abstimmung glauben lassen, dass das Abstimmungsergebnis nicht so schlimm ausfallen würde.
Offenkundig hatte Lars Klingbeil die Aussprache vor der Abstimmung glauben lassen, dass das Abstimmungsergebnis nicht so schlimm ausfallen würde. (Foto: Kay Nietfeld/Kay Nietfeld/dpa)

Nur 64,9 Prozent der Delegierten beim Parteitag stimmen für den Parteichef: Noch nie hat ein SPD-Vorsitzender ohne Gegenkandidat ein so schlechtes Ergebnis eingefahren. Die Kritik der Basis gilt auch seiner Machtfülle.

Von Georg Ismar und Nicolas Richter, Berlin

Lars Klingbeil wirkt wie benommen, als er auf die Bühne tritt. Die Delegierten beim Parteitag der SPD haben ihn erneut zum Parteichef gewählt, aber auf eine Art und Weise, die ihn wie einen Verlierer aussehen lässt. Er hat nur 64,9 Prozent der Stimmen bekommen, noch nie gab es ein solch schlechtes Ergebnis, wenn kein Gegenkandidat antrat. Klingbeil kann seine Enttäuschung nicht verbergen. Offenkundig hatte ihn die Aussprache zuvor glauben lassen, dass es schon nicht so schlimm kommen würde. Er hätte sich gewünscht, sagt er, dass die Genossinnen und Genossen ihre Kritik an ihm auf offener Bühne formuliert hätten. Jetzt aber kommt sie aus einer geheimen Abstimmung. Wie aus dem Hinterhalt.

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