Parteien:Der Juso-Chef Kühnert hätte das dem SPD-Generalsekretär Kühnert nie durchgehen lassen

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Kevin Kühnert gilt im konservativen Flügel der Partei als angezählt. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Er hat eine steile Karriere hingelegt – und nun als Kampagnenchef ein historisch schlechtes Wahlergebnis eingefahren. Gleichwohl: Fragen nach einem Rücktritt empfindet er als ehrenrührig.

Von Georg Ismar

Es ist im Dezember 2017, als auch Angela Merkel diesen 28-Jährigen zu fürchten lernt, da ist er erst seit ein paar Wochen Juso-Chef. Er droht ihr damit, die geplante neue große Koalition zu vermasseln. „Wir haben ein Interesse daran, dass hier noch was übrig bleibt von diesem Laden, verdammt noch mal“, ruft Kevin Kühnert damals den Delegierten auf dem SPD-Parteitag in Berlin zu. Und rät den Altvorderen zu mehr Selbstkritik bei einem Ergebnis von 20,5 Prozent. „Vielleicht war es nicht der beste Wahlkampf aller Zeiten, und vielleicht war es ausnahmsweise mal nicht das beste Wahlprogramm seit Willy Brandt, wie wir es immer behaupten.“

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