Europawahl:Kanzler der Verlierer

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„Auf den Kanzler kommt es an“: Der Koalition von Olaf Scholz (vorne) dürften nach der Wahl noch unruhigere Zeiten als bisher bevorstehen. (Foto: Annegret Hilse/Reuters)

Die Verluste für alle Ampelparteien werden den Streit in der Koalition verschärfen. Vor allem einer gerät massiv unter Druck: der Regierungschef selbst.

Von Markus Balser, Bastian Brinkmann, Georg Ismar, Vivien Timmler, Berlin

Wie tief dieses Ergebnis sitzt? Im Willy-Brandt-Haus gibt am Sonntag erst mal Stille die Antwort. Als die erste Prognose über die großen Bildschirme in der SPD-Zentrale läuft, ist es einfach nur ruhig. 14 Prozent zeigt der rote Balken, es wird mit Sicherheit das schlechteste Europawahlergebnis der Geschichte. Rund zwei Prozentpunkte hat die SPD verloren. Ein wenig laut wird es nur, als das AfD-Ergebnis kommt. Deutlich vor der Kanzlerpartei, trotz Spionage- und Russlandaffären. „Alter Falter“, entfährt es einem Sozialdemokraten.

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