Nierenspende für Ehefrau Steinmeier nimmt Auszeit

Weil seine Frau schwer krank ist, will Frank-Walter Steinmeier ihr eine Niere spenden. Deshalb wird sich der SPD-Fraktionschef für die nächsten Wochen aus der Politik zurückziehen.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier will sich wegen einer Nierenerkrankung seiner Frau Elke Büdenbender für "einige Wochen" aus der Politik zurückziehen. Er werde seiner kranken Frau eine Niere spenden, sagte Steinmeier in Berlin. "Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich deshalb für einige Wochen nicht auf der politischen Ebene aktiv sein werde", sagte der ehemalige Kanzlerkandidat der SPD.

Weil bei seiner Frau eine fortgeschrittene Nierenschädigung festgestellt wurde, wird Frank-Walter Steinnmeier ihr eine Niere spenden.

(Foto: dpa)

Der Gesundheitszustand seiner Frau habe sich in den vergangenen Wochen akut zugespitzt. Wegen der langen Wartezeiten für Spendernieren habe sich die Familie zu einer Lebendspende entschieden. Der 54-Jährige will sich noch am Montag in ärztliche Obhut begeben, die Operation für die Verpflanzung der Niere soll im Laufe dieser Woche stattfinden. Details zu dem geplanten Eingriff nannte Steinmeier nicht.

Er habe den dienstältesten SPD-Abgeordneten Joachim Poß gebeten, seine Geschäfte als Fraktionsvorsitzender in dieser Zeit zu übernehmen, sagte Steinmeier. Dies sei mit SPD-Chef Sigmar Gabriel abgestimmt.

Steinmeier ist zuversichtlich, dass er nach dem Eingriff wieder ohne Einschränkung aktiv sein könne - das sage die ärztliche Expertise für die Operation voraus. Der ehemalige Außenminister hatte den Posten des Fraktionschefs nach der Bundestagswahl im vergangenen September übernommen.

Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender sind seit 1995 verheiratet und haben eine 14-jährige Tochter. Kennengelernt haben sich beide 1988 an der Universität in Gießen. Büdenbender ist Richterin am Berliner Verwaltungsgericht mit dem Fachgebiet Sozialrecht.