Spanien Rechtsruck in Andalusien

Konservative und Liberale einigen sich auf eine Minderheitsregierung, die von Rechtsextremen toleriert wird.

Von Thomas Urban, Madrid

In Andalusien, der größten und bevölkerungsreichsten Region Spaniens, haben sich Konservative, Liberale und Rechtsextreme auf die Bildung einer neuen Regionalregierung verständigt. Sie wird die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) ablösen, die die vergangenen 36 Jahre ununterbrochen regiert hatte. Die konservative Volkspartei (PP) und die rechtsliberale Bürgerpartei (Ciudadanos) werden ein Minderheitskabinett bilden, geduldet von den zwölf Abgeordneten der neuen rechtsextremen Gruppierung Vox.

Aus den Regionalwahlen am 2. Dezember war zwar die PSOE erneut als stärkste Kraft hervorgegangen, doch fand die bisherige Regionalpräsidentin ...