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Spanien:Razzia im Hauptquartier der katalanischen Polizei

Krise in Katalonien - Barcelona

Zwei katalanische Polizisten (Mossos d·Esquadra) stehen vor dem Palast der Generalität in Barcelona.

(Foto: dpa)

Die spanische Guardia Civil sucht Hinweise auf das Verhalten der Polizisten am Tag des Referendums. Kataloniens Ex-Regierungschef ist nach Belgien gereist.

Einheiten der spanischen Guardia Civil haben am Dienstag das Hauptquartier der katalanischen Polizei durchsucht. Ein Sprecher der Guardia Civil sagte, die Beamten seien in das Hauptquartier der Mossos d'Esquadra in der Stadt Sabadell bei Barcelona eingedrungen.

Es gehe um das Verhalten der katalanischen Polizei am 1. Oktober, dem Tag des von Madrid verbotenen Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien. Die Razzia soll dafür mögliche Aufnahmen der internen Kommunikation sicherstellen, berichtet El País.

Madrid wirft den katalanischen Mossos d'Esquadra vor, nicht gegen den vom spanischen Verfassungsgericht für unrechtmäßig erklärten Volksentscheid über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien eingeschritten zu sein.

Der abgesetzte Regionalpräsident Carles Puigdemont ist indes nach Belgien gereist. Spekuliert wird, dass der katalanische Separatistenführer dort um Asyl ansuchen könnte, um einer Verhaftung in Spanien zu entgehen. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit wurde am Montag Anklage gegen Puigdemont erhoben, ein Haftbefehl steht allerdings bisher aus. Er kann sich also frei bewegen. Für Dienstagmittag plant Puigdemont eine Pressekonferenz in Brüssel.

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Der ehemalige katalanische Regierungschef ist unterdessen nach Brüssel gereist, wo er Asyl erhalten könnte. Bei einer Verurteilung droht ihm eine langjährige Haftstrafe.